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 Englisch Australien: Englisch BRISBANE

Reisebericht: Es ist eine unvergessliche Zeit!

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Kevin Cyrus B., (18)


Die Lehrer waren wirklich super hilfreiche und kompetente Menschen, die ein ganz anderes Verhältnis zu den Schülern aufbauen, als man es aus der Schule gewohnt ist.

Nachdem ich im Juli mein Abi geschrieben habe, wollte ich im Gegensatz zu manchen Klassenkameraden mich nicht gleich in das nächste schulähnliche Leben stürzen. Daher beschlosss ich, Anfang November meine ohnehin sehr guten English-Kenntnisse zusammen mit meiner Freundin, die Englisch nach der 10. Klasse abgelegt hatte, zu verbessern. Australien hat mich als Land schon immer gereizt, wegen den Erzählungen über das Freiheitsgefühl in "down under" und die lockere Lebenseinstellung der Menschen. Zudem wollte ich nach meinem Sprachkurs noch weiter herumreisen und mir durch Arbeit mein Geld verdienen. Die Anreise verlief angenehmer als erwartet, natürlich waren wir aber am Ende sehr erschöpft.

Nun aber zum Sprachkurs: Nachdem wir am Freitag in Brisbane angekommen sind, hatten wir erst einmal genügend Zeit, unser Jetlag loszuwerden. Um ehrlich zu sein, so ganz waren wir es am Montag noch nicht los, aber glücklicherweise fiel es uns nicht schwer aufzustehen, sondern wir waren immer schon gegen 5 Uhr in der Früh wach. Das hat sich aber mit der Zeit gelegt. Am ersten Tag kamen wir in der super gelegenen Schule an und wurden sogleich von der Rezeptionistin Sandy empfangen. Dann schickte man uns in einen Raum, indem wir sozusagen einen Eignungstest machten - wir sollten einen Lückentext ausfüllen und zudem über unsere Heimatstadt schreiben. Währenddessen wurden wir dann zu der Koordinatorin Jacqui in einen Raum zum Einzelgespräch geholt, um unsere mündlichen Fähigkeiten zu testen. Das alles braucht man sich aber wirklich gar nicht schlimm vorzustellen, da es alles auf einem sehr lockeren Niveau geschieht. In dem Einzelgespräch wird man dann unter anderem nach seinen Interessen gefragt - ich habe angegeben, dass ich gerne meine Kenntnisse in Business Englisch verfeinern möchte. Ich hatte mich von Deutschland aus aber für General English angemeldet. Trotzdem konnte ich glücklicherweise sowohl in den Vormittags-als auch in den Nachmittagsunterricht in den BEC (Business English Certificate Preparation) gehen. Mein Stundenplan war also die 4 Wochen folgendermaßen: Vormittags BEC, Mittags TOEFL/IELTS/General English, Nachmittags BEC.

Zurück zu meinem ersten Montag: Nachdem wir also Kursen zugeteilt wurden, gingen wir zusammen mit der Koordinatorin persönlich raus und machten einen kurzen Stadtrundgang, bei dem sie uns wichtige Institutionen wie Bank, Post Office, Shoppinggelegenheiten, etc. zeigte. Der erste Unterricht an diesem Tag fand dann für uns Nachmittags statt. Ich ging in den BEC Kurs, welcher von Ben geleitet wurde, einem sehr ruhigen Menschen und wahrscheinlich der höflichste, den ich je getroffen habe. Selbst wenn ein Schüler, da er nicht aufgepasst hatte, etwas vorlas, was schon gelesen wurde, verhielt sich Ben als wäre nichts und lies den nächsten Schüler weiterlesen. Ein Mitgrund, wieso ich im Mittagsunterricht bei General English geblieben bin, war Chris. Er war so ziemlich das Gegenteil von Ben: dynamisch, sarkastisch und direkt, natürlich alles auf einer höflichen Ebene. Er war so fokussiert darauf, dass man etwas wirklich komplett verstand, bevor er das nächste Thema begann.

Ausserhalb der Schulzeiten gab es ebenfalls tolle Aktivitäten: In der ersten Woche hatten wir ein "Sausage Sizzle", also eine Art BBQ, bei der wir schon einmal die Gelegenheit hatten, mit unseren Klassenkameraden und Lehrern zu quatschen. Jeden Freitag gab es eine Art Exkursion(anstattdessen hätte man auch Conversation in der Schule machen können). In der ersten Woche gingen wir ins Parlamentshaus, wo wir eine Führung hatten. In der letzten gingen wir zusammen nach Southbank, wo wir die Art Gallery besucht haben. Das Highlight von diesen Aktivitäten war mit Sicherheit die XXXX Brewery, Queenslands älteste Brauerei, bei der man nach einer Führung durch die Einrichtung die Möglichkeit hatte, mit einem Gutschein 4 verschiedene Biersorten der Brauerei zu testen. Auch da hatten wir sehr viel Spaß mit dem mitgereisten Lehrer David.

Zudem hatte man die Gelegenheit, über die Schule Wochenendsaktivitäten zu buchen: Wir haben die Chance genutzt, eine qualitative Tour zum Springbrook National Park zu buchen. War eine gute Entscheidung, auch weil wir einen sehr autentischen Aussie-Tour Guide hatten. Ich habe die Sprachschule als eine tolle Möglichkeit wahrgenommen, meine Englischkenntnisse zu verbessern, nicht nur während des Unterrichts, wie die Lehrer auch oft betonten, sondern außerhalb der Zeiten in den Pausen, bei den Aktivitäten usw. Mein Fachwortschatz für Business English hat sich mit Sicherheit erweitert, ich habe noch mehr Zuversicht im Hinblick auf Konversation gewonnen und ich habe neue Freunde aus Ländern gefunden, die ich teilweise davor noch nie gehört habe oder die ich völlig falsch eingeschätzt habe. Die Lehrer waren wirklich super hilfreiche und kompetente Menschen, die ein ganz anderes Verhältnis zu den Schülern aufbauen, als man es aus der Schule gewohnt ist - auch das ist etwas, was die australische Mentalität etwas wiederspiegelt: Das egalitäre Denken im Gegensatz zu dem europäischen hierarchischem Denken. Ich hatte wirklich eine tolle Zeit, kann nur raten, länger als 4 Wochen zu buchen, da ich das Gefühl hatte, dass diese 4 Wochen zirka wie vier Tage vergingen.


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