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Englisch England: Englisch BOURNEMOUTH |
![]() Elena S., (16) |
Schließlich stieß ich auf die Internetseite von Linguland und beschloss daraufhin meine Zeit im Ausland mit Linguland zu planen.
Die nächste Frage, die sich dann stellte, war, wie lange der Aufenthalt dauern sollte. Letztendlich einigte ich mich mit meinen Eltern darauf für acht Wochen nach Bournemouth in England zu gehen.
Schließlich mussten nur noch ein paar Formalitäten geklärt und mein Flug gebucht werden und meiner Reise stand nichts mehr im Wege.
Ich fieberte schon Wochen vorher der Abreise entgegen, bis es dann endlich losging. Mein Flug sollte am Sonntagmorgen um kurz nach sechs Uhr gehen. Also stand ich auch zu diesem Zeitpunkt vollbepackt am Flughafen, checkte ein und wenig später hob das Flugzeug auch schon in die Luft ab. In London gelandet, fand ich den Taxifahrer für den Transfer nach Bournemouth in meine Gastfamilie sofort. Und schon wurde auch mein Englisch durch den Taxifahrer auf die Probe gestellt.
Nach knappen zwei Stunden Fahrt kam ich dann endlich an dem Haus meiner Gastfamilie an und wurde von der anderen Gastschülerin, die auch noch in der Familie wohnte, in Empfang genommen.
Am nächsten Tag ging es dann auch schon zur Schule. Dort angekommen, musste ich einen Einstufungstest ablegen, der dann darüber Auskunft geben sollte in welche Klasse ich komme. Anschließend wurden wir noch in die Schulregeln eingeführt und daraufhin noch ein gemeinsamer Rundgang durch die Stadt gemacht.
Am nächsten Tag stand dann meine Klasse fest, in der ich die nächsten Wochen verbringen sollte. Anfangs war es relativ schwierig dem Unterricht zu folgen, da unsere Lehrerinnen nun mal muttersprachliche Engländerinnen waren und somit ein sehr schnelles Sprechtempo hatten. Doch nach ein paar Tagen hatte man sich daran gewöhnt und es machte richtig Spaß im Unterricht zuzuhören und sich mit anfänglichen Schwierigkeiten dann auch aktiv zu beteiligen. Und auch meine Mitschüler, die fast alle schon etwas länger da waren als ich, gaben sich alle große Mühe mir zu helfen, wenn ich Schwierigkeiten hatte. Nach den täglichen Grammatikeinheiten wurde dann über aktuelle Themen geredet oder ab und zu auch ein Spiel gespielt, um sich die neuen Vokabeln besser merken zu können.
Nach der Schule konnte man dann bequem in der schuleigenen Mensa essen oder aber ein paar Schritte weiter in die Stadt gehen, um dort eine Kleinigkeit zu essen.
Da ich gegen Ende eines Terms angereist war, standen nach den ersten vier Wochen die Tests, die am Ende eines jeden Terms geschrieben werden, an. Ich gab mir alle Mühe in dem Test so gut wie möglich zu sein. Und nach der Auswertung dieses Tests stand dann auch fest, dass meine Ergebnisse dafür ausreichen, um in ein höheres Level eingestuft zu werden. Ich kam also in der nächsten Woche von der „upper-intermediate-class“ in die „advanced-class“. Die Ansprüche waren nun also noch etwas höher, was ich aber relativ gut meisterte.
In der neuen Klasse war es anfangs ziemlich schwierig neue Kontakte zu knüpfen, da meine Mitschüler fast alle älter waren als ich. Aber dennoch waren alle nett und hilfsbereit. Und da ja alle, außer diejenigen, die Nachmittagsunterricht besuchten, zur gleichen Zeit Schule aus hatten, nämlich um 12.30 Uhr, konnte ich mich auch mit meinen Freunden aus der früheren Klasse treffen, um dann einen kleinen Stadtbummel zu machen oder ins Kino zu gehen. Außerdem sind wir ab und zu noch an den Strand gegangen oder haben uns bei einer von der Schule organisierten Aktivität am Nachmittag, beispielsweise einem Halbtagesausflug zu Stonehenge, angemeldet.
Am Wochenende bot die Schule auch Ganztagesausflüge an.
Mein erster Ausflug, zu dem ich mich gemeinsam mit einer Freundin anmeldete, ging nach Bath. Am Samstagmorgen fuhren wir (ungefähr zwölf Schüler und ein Lehrer) mit einem schuleigenen Minibus nach Bath. Dort führte uns dann der Lehrer erst einmal durch die Stadt. Anschließend aßen wir gemeinsam auf einer Wiese unsere mitgebrachten Sandwiches und hatten danach noch um die eineinhalb Stunden Zeit zur freien Verfügung. Wir beschlossen daraufhin die römischen Bäder anzuschauen. Es war ein sehr beeindruckendes Erlebnis, fast wie eine Reise zurück in die Zeit der Römer. Als ob dort die Zeit stehen geblieben wäre. Die Zeit dort ging natürlich wieder einmal viel zu schnell vorbei und schon fuhren wir mit dem Bus zurück an die Schule in Bournemouth.
Ein weiterer Ausflug, zu dem ich mich angemeldet hatte, ging nach Oxford, in die Stadt, in der Harry Potter gedreht wurde. Nach dem Stadtrundgang, bei dem uns viele wichtige und interessante Informationen übermittelt wurden, entschieden wir uns in unserer freien Zeit natürlich dafür uns das Christchurch College anzuschauen, in welchem die Filmarbeiten für Harry Potter stattfinden.
Selbstverständlich konnte man auch selbst Ausflüge für das Wochenende planen. Oder einfach auf gut Glück mit einem Bus losfahren irgendwo aussteigen und schauen, was einen dort so erwartet. Einkaufsbummel kann man auf diese Weise ziemlich gut machen.
Nach einigen Wochen wechselte ich meine Gastfamilie, da der Wohnort meiner ersten Gastfamilie relativ weit von der Schule und somit auch der Stadt entfernt war und zudem meine Gastmutter berufstätig und sehr beschäftigt war, somit also nicht besonders viel Zeit für mich hatte. In der neuen Gastfamilie war das das genaue Gegenteil. Ich wurde sofort ganz in die Familie eingebunden und behandelt, als würde ich schon immer zur Familie gehören, was mir sehr gut gefallen hat. Ich wurde dann auch einmal mit zum Picknick in den Park genommen. Nach dem Picknick beschlossen wir kurzerhand noch Minigolf zu spielen, ganz zur Freude meines fünfjährigen Gastbruders.
Die Zeit verging wie im Flug und bald hieß es schon wieder Koffer packen, schweren Herzens Abschied nehmen und ab in den Flieger nach Deutschland.
An die wunderbare Zeit, die ich in England verbringen durfte, werde ich mich immer gerne erinnern. Ich habe sowohl für die Sprache als auch für mein ganzes Leben sehr viel dazugelernt und habe Freundschaften mit Menschen aus vielen verschiedenen Ländern geschlossen, die hoffentlich lange halten werden.
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