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Englisch Kanada: Englisch VANCOUVER |
![]() Bettina S., (29) |
Es hat mich irgendwie immer geärgert, dass von meinem Schulenglisch so wenig übrig geblieben ist. In meinem Job ist es aber doch vom Vorteil solide Englischkenntnisse zu besitzen. So entschloss ich mich einen Sprachkurs im englischsprachigen Ausland zu absolvieren. Durch diverse Urlaube wusste ich, dass es mir in solchen Ländern leichter fällt die Sprache zu nutzen und zu lernen. Ich entschloss mich bewusst dafür diese Reise alleine zu unternehmen, damit der Lernerfolg größer ist, denn man ist doch sonst immer schnell dazu geneigt, die eigene Muttersprache zu nutzen, ist ja schließlich einfacher. Ich habe im Vorfeld mit meinen Arbeitgeber gesprochen, wie viel Urlaub ich an einem Stück nehmen konnte und habe vier Wochen am Stück bewilligt bekommen. Dann stellte sich nur die Frage wohin die Reise gehen sollte. Für mich stand dann ziemlich schnell fest, es geht nach Vancouver in Kanada, da ich gerne in die nordischen Länder reise. In Vancouver sind Berge und der Pazifik in unmittelbarer Nähe, und es eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität. Der Zeitpunkt der Reise sollte im März stattfinden, da ich gerne Skilaufe und die Nähe zu den Bergen ausnutzen wollte.
Jetzt musste ich nur noch aus der Fülle an Angeboten für mich die richtige Reiseagentur suchen. Meine Wahl fiel schließlich auf Linguland Sprachreisen. Sie waren immer kompetent und konnten mir bei all meinen Fragen freundlich weiterhelfen. Im Oktober war dann alles gebucht, Flug, Sprachschule und Unterkunft. Habe von der Schule ein paar Tage nach der Anmeldung schon die Informationen über meine Gastfamilie bekommen und konnte so schon mal im Vorfeld sehen, wo ich die 4 Wochen in Vancouver wohnen werde. Schließlich war es dann so weit. Am 06.03.2010 startete meine Reise nach Vancouver, ich flog von Düsseldorf nach Amsterdam und von dort weiter nach Vancouver. Die Reise verlief problemlos, nach 12 Stunden Reisezeit war ich in Vancouver angekommen. Mit einem Taxi bin ich dann zu meiner Gastfamilie nach Burnaby gefahren. Burnaby ist ein Stadtteil von Vancouver und liegt östlich von Downtown. Vom Flughafen aus hätte man auch problemlos mit den Skytrain zu meiner neuen Bleibe fahren können, aber nach langen Reise hatte ich keine Lust mehr mir abends meinen Weg zu suchen. Bei der Ankunft bei meiner Gastfamilie wurde ich freundlich empfangen. Meine Gasteltern waren ein älteres Ehepaar von ca. 65 Jahren - sie zeigten mir mein Zimmer, wo ich mich dann auch gleich entschuldigte, ich war nach der Reise total platt und meine Zeit stand Kopf. Mein Zimmer war komfortabel mit einem großen Bett, Schreibtisch und einem Schank und Kommoden eingerichtet. Habe mich da gleich heimisch gefühlt.
Das Leben in meiner Gastfamilie war harmonisch, meine Gasteltern waren stets freundlich, man konnte gehen und kommen, wann man wollte und über das Essen konnte man auch nicht meckern. Mit meiner Zimmernachbarin habe ich mich auch sehr gut verstanden. Sie half mir in den ersten paar Tagen viel, damit ich mich schneller einleben und zurechtfinden konnte.
Sonntagmittag ging es dann mit meiner Zimmernachbarin nach Vancouver Downtown. Sie zeigte mir den Schulweg, die Schule, einen Laden, wo ich eine Monatskarte für die öffentlichen Transportmittel kaufen konnte und anschließend Vancouver Downtown selbst. Wenn man die Skyline von Vancouver Downtown so betrachtet, könnte man echt meinen, so viele Hochhäuser, aber es ist alles sehr harmonisch aufgebaut, breite Straßen, kleinere und größere Häuser. Hier hatte ich nie das Gefühl, dass mich die Stadt einengt.
Montagmorgen ging es dann in die Schule. In der Schule wurden alle Neuen freundlich empfangen. Wir waren ein bunter Mix aus verschiedenen Nationen aus allen Teilen der Welt. Zuerst mussten wir einen mündlichen und schriftlichen Test zur Eingliederung machen, anschließend gab es eine Mappe voller Informationen über die Schule und deren Regeln, über Vancouver und über die Lebensweise der Kanadier. Danach ging es auf eine Stadtführung in Vancouver Downtown. Nach dem Lunch ging es dann mit dem Unterricht los. Am Anfang war es für mich nicht so einfach dem Unterricht zu folgen, ich hatte mit meinem Jetlag zu kämpfen und musste mich an die unterschiedlichen Akzente meiner Mitschüler erst gewöhnen. Nach ein paar Tagen war dann auch der Jetlag vorbei und man hatte sich an den Unterricht gewöhnt- es war eine abwechslungsreiche Mischung aus Grammatik, Aussprache, Vokabeln, Hörverständnis und Lesen. Dies wurde durch diverse Medien unterstützt. Meine Lehrer waren sehr kompetent und es machte Spaß am Unterricht teilzunehmen.
In der Schule war es sehr einfach neue Kontakte zu knüpfen, denn alle hatten fast den gleichen Background, denn der größte Teil war allein in eine neue Stadt gekommen. Nach der Schule bin ich mit meinen Mitschülern auf Sightseeing Tour durch Vancouver gegangen. Je nach Wetter, dass kann in Vancouver sehr wechselhaft sein und man sollte besser den Schirm nicht zuhause vergessen, haben wir die einzelnen Stadtteile erkundet, waren in Parks, Cafés, in Museen, auf Märkten, in Shoppingmalls, im Kino, in Restaurants und Pubs. Wir haben ein Spiel der Paralympics besucht, die zum Zeitpunkt meiner Reise in Vancouver und Whistler stattgefunden haben. Wir haben alle Möglichkeiten der Fortbewegung ausprobiert: Seabus, Aquabus, Skytrain, Fähre, Bus und Fahrrad. Langweilig war es keinen einzigen Tag in Vancouver, es gab jeden Tag etwas zu unternehmen und man konnte so seine neu erworbenen Englischkenntnisse jederzeit anwenden.
Hier kann ich auch immer wieder nur bestätigen, wie freundlich und hilfsbereit die Kanadier sind. Jeder hat einem weitergeholfen, wenn man z.B. mal nach einen Weg gefragt hat. Es ist echt anders als bei uns in Deutschland. An den Wochenenden habe ich die Zeit genutzt, längere Ausflüge zu unternehmen. Mein erster Ausflug ging für zwei Tage nach Tofino auf Vancouver Island, wo wir im Regenwald waren, eine Whalewatchingtour gemacht haben, kleine Städtchen besichtigt haben, Wandertouren durch Kanadas Wildnis unternommen und Tiere beobachten haben. Der Ausflug war der absolute Kontrast zu Vancouver- Natur pur und total schön. Mein zweiter Ausflug ging für zwei Tage nach Seattle/ USA zum Shopping und Sightseeing. Da Seattle von Vancouver nur 200 km entfernt liegt, lohnt sich der Weg über die Grenze. In den Outletshoppingmalls ist das Einkaufen diverser Designerklamotten echt günstig. An meinem letzten Wochenende habe ich einen Ausflug nach Victoria auf Vancouver Island gemacht. Victoria ist die Hauptstadt in British Columbia und ist wirklich very British. Dort gibt es auch rote Doppeldeckerbusse. Eine schöne Stadt, in der es viel zu sehen gibt.
Am 02.04.2010 hieß es dann Abschied nehmen von allen neuen Freunden, Mitschülern, Lehrern, meiner Gastfamilie und der liebgewonnenen Stadt Vancouver. Vier Wochen sind wie im Flug vergangen. Für mich war es eine supertolle Reise, in der ich viele neue Eindrücke gesammelt habe, viel gesehen und gelernt habe. Ich könnte noch so viel über diese Reise schreiben, aber das würde hier wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Meine Erwartungen sind alle zu 100 Prozent erfüllt worden. Ich kann es nur jedem empfehlen eine Sprachreise nach Vancouver zu machen. Damit meine neuen Englischkenntnisse nicht wieder in Vergessenheit geraten, habe ich mich hier in einer Sprachschule angemeldet, wo ich fleißig weiter Englisch lerne. Mal sehen, wohin die nächste Sprachreise geht.
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