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 Englisch Malta: Englisch MALTA GOZO

Reisebericht: Es war die richtige Entscheidung nach Gozo zu kommen

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Rebecca A., (34)


Rundum hatte ich 2 wirklich schöne Wochen auf Gozo. Mein English hat sich verbessert, ich konnte eine andere Kultur hautnah erleben und ganz nebenbei konnte ich schönes Wetter und tolle Strände genießen.

In meinem Beruf habe ich mit vielen internationalen Kollegen zu tun. Viele davon sind genauso wenig Muttersprachler wie ich, was zwar die Hemmschwelle zum Reden senkt, aber das Problem verschiedene Akzente verstehen zu müssen, bleibt. Das hat bei mir den Wunsch geweckt, mein Englisch zu verbessern. Nach dem ich mich erfolgreich mit den Bildungsurlaubsvorraussetzungen für Hessen auseinander gesetzt hatte und mit der Personalabteilung den Übertrag meines Anspruches auf das nächste Jahr vereinbart hatte, konnte ich mit der Suche nach einem passenden Anbieter beginnen. Das hat sich als gar nicht so einfach entpuppt, da Bildungsurlaub Ländersache ist und die Regelungen nicht einheitlich sind. Das scheint auch die Anbieter zu verwirren, man findet z.T. nur wenige Infos, welcher Kurs in welchem Land anerkannt ist. Aber am Ende konnte ich mich auch durch diesen Dschungel schlagen und einen entsprechenden Kurs buchen. Nach Malta gibt es relativ günstige Flüge. Ich kann jedem nur empfehlen auf das Taxi zu verzichten und den Bus direkt vor dem Flughafen nach Valleta zu nehmen. Das kostet nur 0,47 Cent, je nach Busfahrer und Tageslaune muss man noch Aufschlag für das Gepäck bezahlen (pro Stück nochmal 0,47 Cent). In Valleta liegt der zentrale Busbahnhof, von dem jeder Bus zu jedem Ort auf der Insel und natürlich auch zur Fähre nach Gozo fährt. Einen aktuellen Busfahrplan findet man leicht im Netz oder erhält man vor Ort. Die Busse fahren recht häufig und sind, wie schon erwähnt, spottbillig. Wer wie ich, einen Tag früher anreist, hat die Gelegenheit gleich etwas auf Malta anzuschauen. Ich hatte mich für Mdina & Rabat entschieden. Das Programm dort kann man locker in 3-4h abgrasen. Wer länger bleibt, kommt aber auch auf seine Kosten. Mit einer langsameren Gangart und gemütlichen Stunden im Café, lässt sich ganz entspannt das lustige Treiben beobachten. Am Sonntag nach einem ausgiebigen Frühstück und der Besichtigung der St. Pauls Katakomben habe ich mich dann auf den Weg nach Gozo gemacht.

An der Fähre sollte man sich nicht verwirren lassen, wenn der Ticketschalter geschlossen ist. Man zahlt dann auf der Rückfahrt automatisch die Hinfahrt mit. Einfachheitshalber hatte ich mich hier für ein Taxi entschieden, aber der Fahrer war leider gar nicht ortskundig. Also, den Ort hat er auf Anhieb gefunden (was keine große Leistung ist, in Anbetracht der Größe der Insel), aber die Straße kannte er natürlich nicht. Sein Plan war, vor Ort bei der Hostfamily anzurufen, nur leider fand das die Mobilbatterie keine gute Idee. Für mich war es eine super Gelegenheit gleich mal \"meine\" neue Stadt kennen zu lernen. Nachdem wir mehrmals die Straßen rauf und runter gefahren und verschiedene Leute gefragt hatten, die natürlich auch alle keine Ahnung hatten (was sehr erstaunlich ist, in Anbetracht der \"Größe\" der Stadt), hat sich ein Anwohner erbarmt und für uns angerufen. Es war dann um die Ecke...
Meine Hostfamily hat mich super lieb in Empfang genommen. Ich war freudig überrascht, als ich auch die andere Sprachschülerin kennen gelernt habe, ich dachte, ich wäre alleine mit der Familie. Wir hatten jeder ein eigenes Zimmer und ein Bad für uns, alles ganz entspannt. An meinem ersten Schultag war ich ganz schön aufgeregt. Auf die Frage, wann ich den meine Schultüte bekomme, hat meine Hostmother nur verständnislos geguckt. Süßigkeiten sind nicht gut für Kinder, deswegen gäbe es keine auf Gozo. Aha. Na dann halt nicht. Aber auch ohne Schultüte war es ein spannender Tag. Damit wir uns am ersten Tag nicht gleich verlaufen, hat uns die Hostmother gefahren. Nach der Besichtung der Schule und dem Einstufungstest ging es auch gleich los mit dem Unterricht. Leider waren wir 12 Leute in der Klasse, was ich viel zu viel finde. Ich hatte eigentlich den Mini-Powerkurs mit 30h gebucht, aber der kam in der Nebensaison nicht zustande. Die Schule ist mir aber entgegen gekommen und so hatte ich neben den normalen 20h Unterricht und 10h \"face to face\" extra. Insbesondere in dem Intensivkurs habe ich sehr viel gelernt. Die Schule legt großen Wert auf Rückmeldung, so wurde gleich am 3.ten Tag ein Feedbackbogen ausgeteilt. Diesen musste man mit Namen versehen und wurde von dem Freizeitorganisator eingesammelt, der auch gleich einen Blick drauf warf. Wer das Punktesystem falsch verstanden oder schlechte Noten vergeben hatte, wurde in der Pause um ein Gespräch gebeten.

Was ich sehr genossen habe, war so früh Feierabend zu haben und am Nachmittag noch etwas unternehmen zu können. Ich hatte von 9:15 bis 14:45 Uhr Schule. Etwas schwierig gestaltete sich das Pausenbrot. Wer auf die Sandwichs von zu Hause lieber verzichten wollte, hatte nur die Auswahl vom Snackautomat (ebenfalls Sandwichs oder Schokoriegel) oder besorgte sich vorher etwas beim Bäcker. Ich kann die Aniskringel sehr empfehlen! Einmal habe ich den fahrenden Bäcker gefragt, ob er in der Pause nicht mal vorbei kommen wolle mit seinem Wagen. Nö. Alle Leute waren im meinem Alter (ab 30 aufwärts) und überhaupt waren alle anderen Mitstreiter super nett. Ich konnte viele neue Kontakt knüpfen und viel viel englisch reden. Und das, obwohl die meisten Schüler aus Deutschland und der Schweiz stammten. Gozo ist klein, aber hügelig. Mit einem Fahrrad kann man alles super erreichen, im Notfall hilft auch schieben. Allerdings ist auch eine gute Karte empfehlenswert. So mancher Fahrradweg entpuppt sich plötzlich als Ackerpfad der im Nichts endet. Richtig glücklich war ich, in der Nähe der Schule zu wohnen. Die Busverbindung auf Gozo ist mehr als mäßig, vor allen Dingen in der Nebensaison. Zu Fuß konnten wir aber das Meer und die Hauptstadt Victoria gut erreichen. Ansonsten war Taxi oder Fahrrad angesagt. Ein unbedingtes MUß ist die Besichtigung des Azurre Windows. Leider sah das groß angekündigte Freizeitprogramm von der Schule etwas mager aus. Für viele Sachen gab es nur Organisationshilfe, also Tipps was man den so machen könnte. Richtig organisiert gab es nur den Fahrradverleih, das wöchentliche Abendessen (unbedingt mitmachen!), die Bootstouren und Pferdeausritte. Apropos Bootstour, die kann ich wärmstens empfehlen: in und um Comino rum und am besten gleich die Tour auf Gozo erweitern. Wir hatten einen Heidenspaß und viel Gelegenheit zum Schnorcheln.

Rundum hatte ich 2 wirklich schöne Wochen auf Gozo. Mein English hat sich verbessert, ich konnte eine andere Kultur hautnah erleben und ganz nebenbei konnte ich schönes Wetter und tolle Strände genießen.


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