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Französisch Frankreich: Französisch NIZZA |
![]() Sina- Aline T., (17) |
Diesmal für zwei Wochen, das erste Mal war ich nur für eine Woche da, was eindeutig zu wenig ist. Ich wollte meine Französisch-Kenntnisse noch mal verbessern, da ich in diesem Jahr meine Matur mache und Französisch zu den Hauptfächern gehört. In einer Woche lebt man sich ein und wenn man sich eingelebt hat, verlässt man die Schule schon wieder, das sollte dieses Jahr nicht der Fall sein. Als alles gebucht war und klar war, dass ich noch mal bei derselben Familie wohnen kann, war ich mir sicher, dass diese zwei Wochen einzigartig werden würden. Am Sonntag, dem 28.6.2010 saß ich dann im Flieger auf dem Weg nach Nizza. Natürlich machte ich mir einige Gedanken darum wie es werden würde: Werde ich schnell neue Freunde finden? Sind die Lehrer nett? Auch wenn ich das alles schon letztes Jahr durchgemacht habe, das Einzige, um was ich mir keine Sorgen machen musste, war die Familie, da ich die ja bereits vom letzten Jahr kannte. In Nizza angekommen, suchte ich mir einen Bus und fuhr bis zum Bahnhof. Von da an ging ich den Weg zu Fuß. Ich kannte die Adresse meiner Familie. Als ich dann dort ankam, begrüssten sie mich, als ob ich nie weg gewesen wäre. Schon im ersten Moment fühlte ich mich wohl und ich wusste, dass es zwei tolle Wochen werden würden. Am Montag musste ich dann den Test schreiben, in dem sie meine Fähigkeiten bewerteten und mich somit in eine geeignete Gruppe einteilen konnten. Nach dem Test hatten wir etwa eine Stunde Freizeit. In dieser Zeit ging ich in den Aufenthaltsraum und setzte mich gleich an den Computer, um meinen Freunden alles zu berichten. Dort lernte ich dann auch schon jemanden kennen: Maja, eine Polin. Wir haben uns auf Anhieb verstanden und es fiel mir ein Stein vom Herzen, dass ich schon jemanden kennen gelernt habe. Wir tauschten uns über unsere Länder aus, wir erzählten uns weshalb wir an dieser Schule waren… Alles Dinge, die man sich erzählt, wenn man sich gerade kennen lernt. Am Nachmittag hatte ich dann den Kochkurs. Diesen hatte ich für die erste Woche gebucht. Schon letztes Jahr war ich da und es hat mir unheimlich gut gefallen. Ich liebe das Kochen und das französische Essen ist meiner Meinung nach das Beste überhaupt. Und von einer französischen Köchin kann man sehr viel lernen. In diesem Kochkurs hatte es auch zwei andere Schüler. Ich finde es allerdings schade, dass es immer nur sehr wenig Schüler gibt, die den Kochkurs belegen. Vielleicht finden viele: „Kochen kann ich aus Zuhause!“ Aber es ist überhaupt nicht dasselbe. Man kocht in einer professionellen Küche und lernt Dinge kennen, die man noch nie zuvor gesehen hat. Ausserdem redet man die ganze Zeit französisch, was von Vorteil ist. Am nächsten Tag hatte ich dann meine erste Unterrichtsstunde. Ich hatte Glück, denn es gibt zwei Möglichkeiten wenn man 20 Lektionen pro Woche hat: Entweder man hat am Morgen Schule oder am Nachmittag. Selbstverständlich ist der Morgen viel besser, dann kann man am Nachmittag nämlich den Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Als ich dann meine Klasse traf, war ich total überrascht, da Maja auch in meiner Klasse war. Das war ein unglaublich schöner Zufall, wir beide kannten also schon jemanden aus der Klasse. Auch die anderen Mitschüler waren sehr nett und unsere Klasse war gut gemixt. Es gab Spanier, Mexikaner, Brasilianer, Deutsche, Engländer und natürlich Polen und Schweizer. Allerdings gab es von den letzten drei Ländern immer nur eine Person. Die Lehrer kamen natürlich aus Frankreich. Ich hatte zwei Frauen und sie waren beide toll. Das tolle an dieser Schule ist, dass man eine private Beziehung zu dem Lehrer aufbaut. Man darf sie beim Vornamen nennen, man darf ohne aufzustrecken etwas sagen, man erzählt ihnen, was man am Abend vorher gemacht hat… Das ist unheimlich toll. Es gibt nicht wirklich eine Lehre-Schüler-Beziehung, es ist schon eher eine Freundschaft, in der eine ältere Person einem in einer Sprache hilft. Ich habe mich sehr wohl gefühlt im Unterricht. Es war auch toll, dass sie sich immer wieder haben etwas Neues einfallen lassen, um uns zu unterhalten. Es sollte uns nicht langweilig werden. Wir haben zum Teil Geschichten gehört oder gelesen, wir haben einen Film geschaut… In meiner Freizeit habe ich oft Dinge mit meinen Klassenkameraden unternommen. Es ist unheimlich toll, dass man mit dem Bus für nur 1 EUR soweit fahren kann wie man will. Zum Teil ist es allerdings besser den Zug zu nehmen, da dieser einfach schneller ist. Einmal bin ich mit Maja nach Cannes. Dort hat es im Gegensatz zu Nizza Sandstrand, das fanden wir natürlich toll, auch wenn wir nicht zum Baden da waren. Wir nahmen dann einen kleinen Zug für Touristen, der durch ganz Cannes fuhr und einem die wichtigsten Stellen zeigte. Diese Minizüge sind wirklich ein großer Vorteil. Man sieht die wichtigsten Orte einer Stadt in nur einer Stunde. Wenn man nur einen Nachmittag zur Verfügung hat, ist das natürlich genial.
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