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Spanisch Spanien: Spanisch GRANADA |
![]() Inga Majken P., (22) |
In der Uni entschieden Stefanie und ich uns, diesen Auslandsaufenthalt gemeinsam zu machen. Zum damaligen Zeitpunkt (November 2009) war dieser Aufenthalt eine Plichtaufgabe. Heute kann ich jedoch sagen, dass es sich absolut gelohnt hat und ich eines besseren belehrt wurde.
Aber nun der Reihe nach:
Am Sonntag, den 01.08.2010 brachen wir gegen 4.00h morgens von zuhause auf, da unser Flug bereits um 8.15h von Düsseldorf aus nach Málaga ging. Der Abschied fiel uns allen schwer, da uns 6 Wochen als eine sehr lange Zeit erschienen. Der Flug nach Málaga klappte völlig reibungslos, sodass wir um 11.15h landeten. Über Linguland hatten wir einen Flughafentransfer gebucht. Der Fahrer, ein Lehrer der Schule, wartete bereits mit einem Namensschild in der Eingangshalle. Auf der Fahrt nach Granada (Dauer ca. 1h) redeten wir sehr wenig. Der Fahrer, Alberto, versuchte mit uns ins Gespräch zu kommen, aber viel kam nicht über unsere Lippen. In der Familie angekommen, mussten wir uns erst einmal eingewöhnen. Die Wohnung war sehr groß und mit uns lebte zu dieser Zeit noch ein Mädchen aus Norwegen als Austauschschülerin in der Familie. Die Mutter, Felicidad, war von Beginn an sehr freundlich und offen und freute sich über unser Kommen. Der Flug, die Aufregung und die neue Situationen waren sehr anstrengend, sodass ich die ersten 2 Tage in Spanien nicht richtig genießen konnte. Dann wurde es aber mit jeden Tag besser. Wir stellten noch am Sonntag fest, dass unsere Schule nur 5 Minuten Fußweg von der Wohnung entfernt und die Innenstadt in der gleichen Zeit erreichbar war. Am Sonntag gingen wir abends noch kurz nach Draußen um uns ein bisschen umzusehen und waren gleich von Granada beeindruckt: eine wunderschöne Stadt mit sehr offenen und freundlichen Menschen.
Am Montag, 02.08.2010 gingen wir das erste Mal morgens um 9.00h in die Sprachschule. Cristina, die Sekretärin begrüßte uns sehr freundlich und teilte uns mit, dass wir aufgrund der Sprachtests in unterschiedliche Kurse eingeteilt worden waren. Für mich war dies im ersten Moment eine komische Situation, da ich dachte, dass ich von nun an auf mich alleine gestellt sein würde. Dies war jedoch überhaupt nicht der Fall: Ich kam in den Klassenraum und wurde gleich sehr freundlich von meinen Mitschülern begrüßt. Meine Mitschüler kamen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt: Schweiz, Amerika, China, Korea, Russland, England etc. Alle waren sehr nett und offen. Der Lehrer, Rubén, begrüßte mich und begann den Unterricht. Ich hatte am Tag 3 Grammatik-Stunden und 2 Stunden Konversation. Später buchte ich noch für jede Woche 2 Einzelstunden hinzu, da ich im Oktober noch eine Klausur an der Universität schreiben muss. Der Tag verging wie im Fluge. Ich lernte neue Menschen kennen und habe zudem neue, tolle Freunde gefunden. Jeden Montag verteilte Cristina ein Programm mit Ausflügen in der Woche und am Wochenende. In der Wochen besuchten wir Albaycín, einen alten Stadtteil von Granada von dessen „Mirador S. Nicolas“ man einen wundervollen Blick auf die Alhambra hat. Des Weiteren besuchten wir „Realejo“ den jüdischen Stadtteil Granadas, einen Abend gingen wir zum Flamenco im Generalife der Alhambra, machten eine Tapas-Tour etc. Die Ausflüge während der Wochen wurde immer von einem Lehrer der Schule geleitet. Preislich lagen sie zwischen 2 und 4€ und haben sich immer gelohnt. Nach den Ausflügen saß man in einer Bar zusammen, trank noch ein Bier und redete. Es waren immer sehr schöne Abende, an denen man neue Menschen kennenlernen und viel Spanisch sprechen konnte.
Am Wochenende hatten wir die Möglichkeit organisierte Ausflüge mitzuerleben. Hierzu musste man sich immer bis Mittwoch bei Cristina melden und den angemessenen Preis von 40€ pro Ausflug bezahlen. So fuhren wir mit einem privaten Bus und einer Gruppe von knapp 20 Personen am ersten Wochenende an die Costa Tropical und nach „Las Alpujarras“ der Bergregion in der Sierra Nevada. Dort besuchten wir die Städte Almuñecar, die Höhle und den Strand in Nerja das kleine, aber sehr schöne Dorf, Frigiliana, und die Bergdörfer Lanjarón, , Pampaneira, Trévelz und Capileira. Diese Touren wurden von zwei guías geleitet, die die Gruppe unter sich aufteilten, sodass man immer nur mit ca. 10 Personen die Orte besuchte. Bei diesen Führungen durch die Orte erzählten sie uns die Geschichte Spanien (Conquista und Reconquista) sehr genau und in sehr gutem und klar verständlichem Spanisch. Da es selbstverständlich ist, dass man als „Ausländer“ nicht jedes Wort versteht, konnte man bei Juan oder José (den guías) immer nachfragen und sie wurden nicht müde, alles immer wieder zu erklären, bis man alles verstanden hatte. An weiteren Wochenenden fuhren wir nach Córdoba und Sevilla. Zwei Städte, die man, wenn man in Andalusien ist, unbedingt gesehen haben sollte. Auch diese Fahrten waren durch die Schule mit einem guía organisiert. Die Kosten von 55€ waren jedoch auch hier angemessen, da es mit dem Bus ca. 2-3 Stunden in die beiden Städte dauerte und wir uns dort den ganzen Tag aufhielten. Grundsätzlich begann jeder Ausflug Samstags morgens und Sonntags morgens um 9.00h von einem festgelegten Treffpunkt aus und endete meist zwischen 20 und 21h an dem gleichen Treffpunkt wie morgens. Weil uns die Ausflüge mit den guías so gut gefallen haben und uns sprachlich sehr viel gebracht haben, sprachen wir die beiden an und fragten, ob die Möglichkeit bestünden, mit ihnen die Alhambra zu besichtigen. Beide setzten sich für uns ein, sodass wir in unsere letzten Woche eine „private Führung“, die wir mit 80€ bezahlten (40€/Person), in Angriff nahmen und José uns in 4 Stunden alles über die Alhambra erzählte und zeigt. Auch dieser Tag hat sich sehr gelohnt und das Geld war sehr gut angelegt. Man musste auf keinen in der Gruppe warten oder aufpassen, dass jemand verloren ging, da wir nur zu zweit mit José waren und er sich auf uns und die Geschichte Spaniens konzentrieren konnte. Es hat uns allen dreien sehr viel Spaß und Freude bereitet, sodass wir alle einen wunderschönen Tag verlebt haben, den wir so schnell nicht wieder vergessen!
In der Schule gab es grundsätzlich keine Probleme. Alle verstanden sich sehr gut und auch die Lehrer waren unglaublich nett und hilfsbereit. Bei Fragen und Problemen konnten wir uns immer an die Lehrer oder aber an Cristina wenden, die uns immer mit Rat und Tat zur Seite stand und sich sehr um alle bemühte.
Das Leben in der Familie lohnt sich auf jeden Fall, da man wirklich den ganzen Tag Spanisch spricht. Wir haben in unserer Familie mit Vollpension gebucht und sind nicht enttäuscht worden. Felicidad hat uns jeden Morgen das Frühstück gemacht und immer mit uns gegessen. Wenn wir aus der Schule kamen, gab es sofort Mittagessen und das Abendessen gab es gegen 21h. Das war in der ersten Woche sehr ungewohnt, da wir es gewohnt waren, in Deutschland um 19h zu Abend zu essen. Aber nach einer Woche war auch dies kein Problem mehr. Es kamen stets gute und lustige Gespräche zustande und es wurde nie langweilig. Ab und an habe wir gemeinsam Fernsehen geschaut und hatten sehr viel Spaß, sodass uns der Abschied nach 6 Wochen äußert schwergefallen ist und wir unsere „Spanische Mutter“ bis heute sehr vermissen. Genauso wie unsere Freunde, die wir dort kennenlernen und mit denen wir eine super schöne Zeit verleben durften.
Schlussendlich kann ich sagen, dass mir diese 6 Wochen in Spanien sehr gut getan haben. Ich habe mein Sprachniveau um 2 Stufen nach oben verbessert und sehr nette Menschen kennengelernt. In den ganzen 6 Wochen gab es nicht ein einziges Problem. Nicht in der Schule und nicht in der Familie, sodass ich diese 6 Wochen sehr genossen habe. Des Weiteren habe ich noch in Granada beschlossen, dass ich dort meinen „Master of Education“ beenden möchte. Ich habe mich in meiner letzten Woche des Aufenthaltes an der Universität von Granada mithilfe der Schule und den Lehrern über die Möglichkeiten informiert und werde voraussichtlich im nächsten Jahr wieder nach Granada reisen. Ich werde die Zeit und die tollen Ereignisse in Granada nicht vergessen und erinnere mich gerne voller Freude daran zurück.
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