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 Spanisch Spanien: Spanisch MáLAGA

Reisebericht: Sprachurlaub am Meer

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Finn C., (20)


Ich wäre gerne noch weitere Male direkt nach dem Unterricht ins Mittelmeer gesprungen, um meinen Kopf freizubekommen um am Ende des Tages einzuschlafen mit dem Gefühl, dass heute so einiges gelernt wurde.

Spanien, Malaga – 30° Grad, ein kaum bedeckter Himmel, wenig Wind und ein Apartment direkt am Strand gelegen. Das waren die ersten Eindrücke von Spanien, die ich auf meiner Sprachreise erhielt. Diese Woche konnte nur super werden!

Angefangen hatte alles im kalten und verregneten Deutschland. Ich leistete meinen Zivildienst ab und war gewillt mich während dieser neun Monate nicht komplett hängen zu lassen und auch weiterhin etwas für die Bildung zu tun. Zunächst meldete ich mich für einen Sprachkurs an der Volkshochschule Hamburg an. Leider sind diese so gefragt, dass ich erst im Februar beginnen konnte, aber mit Beginn des Kurses erhielt ich meine ersten Eindrücke von der spanischen Sprache. Nach ein paar Wochen war mir klar, dass dieser Kurs zu wenig intensiv betrieben wird und auch das ganze Feeling der spanischen Sprache, sowie Kultur viel zu kurz kommen.
Ich durchsuchte also das Internet, um direkt vor Ort mit anderen motivierten Schüler von der ganzen Welt in die spanische Sprache einzutauchen.

Linguland Sprachreisen war das erste Angebot, das ich über eine Suchmaschine gefunden habe, dass mich überzeugen konnte. Die Städteauswahl war genauso groß wie das Angebot der verschiedenen Kurse die man dort belegen konnte. Meine Entscheidung fiel dann auf die Stadt Malaga.
Wieso Malaga? Ich denke, dass andere Städte in Spanien nicht weniger interessant gewesen wären, jedoch war ich erst im letzten Jahr in Barcelona, wollte etwas neues kennenlernen und außerdem den genommenen Urlaub auch genießen und an den schönen Stränden Spaniens ausspannen und dem Alltag entkommen.

Meine Reise startete in Hamburg und ich fuhr mit einem Sonderbus zum Bremer Flughafen, der speziell für Flüge nach Malaga fährt. Die Reise war unkompliziert, der Bus war pünktlich und es war ausreichend Zeit, um in Ruhe einzuchecken und sein Gepäck aufzugeben. Angekommen in Malaga stand ich nun mit meinem Gepäck am Flughafen und musste noch in mein Apartment kommen. Ich wählte die wenig komplizierte Variante und setze mich in ein Taxi, welches mich direkt vor den Eingang dieses Apartments fuhr. Direkt vom Flughafen zum Apartment zahlte ich 25 €. Nur fünf Minuten später hatte ich meinen Schlüssel in einer Bar in Reichweite abgeholt und auf dem kurzen Fußweg von etwa drei Minuten sogar schon die Sprachschule, sowie Einkaufsmöglichkeiten und den Strand entdeckt.

Die Uhr schlug etwa 21 Uhr, als ich fertig mit der Begutachtung meines Zimmers war und ich ein wenig Hunger verspürte. Ich begab mich an diesem Sonntag also an die Strandpromenade und suchte gleich ein typisches spanisches Lokal auf, um einen Einblick in die spanische Küche zu erhalten. Ich bestellte in einem Mix aus dem gelernten Spanisch von der Volkshochschule und meinem ausreichendem Englisch etwas „typisch spanisches“ und erhielt verschiedene Tapas und einen Sangria. Besser hätte der erste Abend nicht verlaufen können und ich fühlte mich gleich wohl.

Am Montag um 08.30 Uhr traf ich zum ersten Mal in der Sprachschule ein und lernte andere Studenten aus aller Welt kennen. Wir absolvierten zunächst einen Einstufungstest. Während der Auswertung des Tests wurde in einem Rundgang die Schule vorgeführt und auf Freizeitangebote hingewiesen. In dieser Zeit kam es dann auch zum ersten richtigen Kontakt zu den anderen Schülern und wenige Stunden später saß man mit ihnen gemeinsam in der ersten Unterrichtsstunde.
Die Schule hatte allerhand verschiedener Schüler vorzuweisen. Es gab Asiaten, Europäer, aber auch Amerikaner, alles war vertreten, alle waren nett und mit jedem konnte man das ein oder andere Wort wechseln. Meine Klasse bestand aus der 21-jährigen Nadja aus Dänemark, Liz 18 aus Californien, Amerika und Nancy aus St. Barbara, Amerika.

Ich fand es gut, dass ich keine deutschen in meinem Kurs hatte, da so in der ganzen Woche ausschließlich und so gut es ging in Spanisch gesprochen wurde. Falls ich damit nicht weiterkam konnte ich zudem auf Englisch ausweichen und konnte auch in Englisch meine Skills ein wenig erweitern. Die Woche lief nun wie folgt weiter: Der Unterricht meiner Klasse begann um 12 Uhr am Mittag und endete um 15.15 Uhr. Danach hab ich erst einmal bis meistens fast 19 Uhr am Strand gelegen und eine Kleinigkeit zum Mittag gegessen.
Jeden Abend gab es dann auch noch die Möglichkeit etwas zu unternehmen. Entweder man entschied sich dazu ein Freizeitangebot anzunehmen, dass sehr vielfältig war. Es reichte vom spanischen Flemengo bis hin zu einem typischen Besuch einer Tea-Bar mit einem der Lehrkräfte, die einem dann zeigte was typisch spanisch ist. Wer dazu nicht die Lust hatte, verabredete sich mit den übrigen Schülern, um eine eigene Tour zu starten und auf eigene Faust Malaga zu entdecken oder um einfach nur gemeinsam den Abend zu verbringen, zum relaxen, kochen oder was auch immer. Da ich leider nur eine Woche Malaga verbrachte konnte ich leider keine größeren Ausflüge nach Granada oder Sevilla wahrnehmen. Aber durch andere Schüler hörte ich, dass dies nur zum empfehlen ist.

Was außerdem zu loben ist, sind die sehr sympathischen Mitarbeiter. Angefangen bei dem Managment, dass die Ausflüge organisierte und weiterhelfen konnte, wenn es darum geht ein Ziel mit dem Bus zu erreichen, der übrigens direkt vor dem Eingang der Schule hält und nur knapp über einen Euro pro Tour kostet. Dazu sind besonders erwähnenswert die Lehrkräfte. Ich hatte zwei sehr unterschiedliche Typen, zum einen den 24 Jährigen Antonio, der an einer Art High School in Malaga unterrichtet und wie die anderen Mädchen sagten, ein „guapo chicko“ sei. Als zweite Lehrkraft hatte ich Teresa die sehr, sehr, sehr verrückt war. Ihre Art zu unterrichten, erschien in den ersten fünf Minuten als sehr merkwürdig. Doch spätestens am Ende des erstens Tages merkte ich wie gut und erfolgreich diese Methode war. Wir sprachen sehr viel auf spanisch, selbst wenn meine Klasse, als Anfänger eingestuft worden war und kaum jemand mehr als 10 Wörter sprechen konnte.

Nach nur 7 Tagen war die Sprachreise, leider schon wieder beendet. Ich wäre gerne noch weitere Male direkt nach dem Unterricht ins Mittelmeer gesprungen, um meinen Kopf freizubekommen um am Ende des Tages einzuschlafen mit dem Gefühl, dass heute so einiges gelernt wurde.

Sobald es möglich ist, werde ich wieder eine solche Reise, wenn möglich aber länger, antreten. Eine Mitschülerin hat mir sogar angeboten sie zunächst in Amerika zu besuchen, um dann gemeinsam nach Costa Rica zu fliegen, um dort weiter an unseren Spanisch Skills zu arbeiten. Ich wäre mir jedenfalls sicher, dass ich erneut über Linguland buchen würde, da alles so reibungsfrei und problemlos verlief, so dass ich mich komplett auf meinen Urlaub konzentrieren konnte.


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